Unsere Reise durch Polen, Litauen & Lettland 2026

Polen 2026: Erste Eindrücke und Routen
Unsere Reise beginnt in Polen, einem Land reich an Geschichte und atemberaubenden Landschaften. Dieser Abschnitt widmet sich unseren ersten Eindrücken, den geplanten Routen und den besonderen Orten, die wir auf unserer Vanreise durch Polen erkundet haben. Von malerischen Städten bis hin zu unberührter Natur – hier halten wir alles fest.
Polen / 1. Mai 2026
Ruppersdorf - auf den Spuren der Geschichte meiner Familie
Heute war ein intensiver Tag.
Wir sind entspannt an der Elbe aufgewacht und danach weiter nach Ruppersdorf gefahren – eine Gemeinde in Schlesien, ehemals deutsch, seit 1945 polnisch.
Hier wurde meine Oma geboren.
Hier fing ein Teil meiner Familiengeschichte an.
1945 wurde sie mit ihrer gesamten Familie vertrieben. Sie war damals gerade einmal fünf Jahre alt. Ein Alter, in dem ein Kind eigentlich unbeschwert sein sollte. Ein Alter, in dem man bald eingeschult wird – nicht entwurzelt.
Meine Familie ist evangelischen Glaubens. Heute stand ich auf dem ehemaligen evangelischen Friedhof, der nach der Gebietsübernahme zerstört wurde. Überall liegen Grabsteine. Umgekippt, schief, zerbrochen, überwuchert von Efeu.
Auch die Kirche wurde zerstört. Im Eingangsbereich wächst heute ein Baum. Die Natur holt sich zurück, was der Mensch verwüstet hat.
Es war schwer, das anzusehen.
Ich hatte alles dabei – Tränen, Beklemmung, Übelkeit. Es ist grausam, an einem Ort zu stehen und sich auszumalen, was hier passiert sein muss.
Für meine Oma habe ich eine Kerze angezündet. Kurz danach ging sie wieder aus und ließ sich nicht mehr entzünden.
Ein Zeichen? Ich weiß es nicht.
Aber ich bin froh, dass ich hier war. Dass ich hingeschaut habe. Dass ich diesen Teil meiner Geschichte nicht nur aus Erzählungen kenne, sondern einmal selbst dort gestanden bin.
Morgen geht die Reise weiter.
#Ruppersdorf #Schlesien #Familiengeschichte #Spurensuche #Erinnerung
Polen / 2. Mai 2026
Pałac w Kopicach – die Ruinen des Schaffgotsch-Palastes
Ein Ort, der einmal voller Leben, Reichtum und Bedeutung war – und heute still, zerbrochen und überwuchert in der Landschaft steht.
Der Palast gehörte einst der Familie Schaffgotsch und wurde im 19. Jahrhundert zu einer eindrucksvollen Residenz umgebaut. Umgeben von einem großen Landschaftspark und Teichen galt er früher als „Palast auf dem Wasser“. Bis 1945 blieb die Anlage im Besitz der Familie Schaffgotsch.
Heute sieht man vor allem, was Zeit, Krieg, Plünderung, Feuer und Vernachlässigung aus einem solchen Ort machen können: Mauern ohne Glanz, leere Fenster, zerfallene Details – und trotzdem noch immer eine unglaubliche Würde.
Mich faszinieren solche Orte, weil sie nichts beschönigen.
Sie zeigen, wie vergänglich alles ist, was Menschen einmal für unantastbar hielten.
Pałac w Kopicach ist keine schöne Ruine im romantischen Sinn.
Er ist eher ein stiller Zeuge.
Von Reichtum.
Von Geschichte.
Von Verlust.
Und davon, dass manche Orte selbst im Verfall noch gewaltig wirken.
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Polen / 4. Mai 2026
Wieliczka - das Salzbergwerk
Heute ging es tief unter die Erde – ins Salzbergwerk Wieliczka.
Ein Ort, der kaum zu begreifen ist, wenn man ihn nicht selbst gesehen hat. Kilometerlange Gänge, riesige unterirdische Kammern, Salzseen, Kapellen und Figuren – alles aus Salz gehauen.
Über Jahrhunderte wurde hier Salz abgebaut. Was früher harte körperliche Arbeit war, ist heute ein beeindruckendes Stück Geschichte. Man spürt bei jedem Schritt, wie viel Mühe, Können und Leben in diesem Bergwerk steckt.
Besonders eindrücklich ist die unterirdische Kapelle der Heiligen Kinga. Ein Raum, der nicht wirkt, als wäre er tief unter der Erde entstanden – und genau deshalb so fasziniert.
Wieliczka ist nicht einfach nur ein Bergwerk. Es ist ein Ort, an dem Geschichte, Handwerk und Staunen zusammenkommen.
Definitiv ein Besuch, der bleibt.
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Polen / 5. Mai 2026
Krakau - eine beeindruckende Stadt
Krakau hat eine ganz eigene Magie.
Der Rynek Główny mit den Tuchhallen, die Marienkirche, die alten Gassen rund um die Kanonicza und der Blick Richtung Wawel – überall spürt man, wie viel Geschichte diese Stadt trägt.
Ich mag Städte, die nicht nur schön aussehen, sondern eine Seele haben. Krakau ist genau so ein Ort.
Lebendig, würdevoll, voller Details und trotzdem irgendwie ruhig, wenn man sich treiben lässt.
Zwischen Pferdekutschen, Kopfsteinpflaster, Kirchen und alten Fassaden steht man plötzlich mitten in Jahrhunderten von Geschichte.. 🥰👌🍀
Krakau ist definitiv eine Reise wert!
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Polen / 6. Mai 2026
Zalipie - das bunteste Dorf Polens
Zalipie – das wohl bunteste Dorf Polens.
Ein kleiner Ort, der wirkt, als hätte jemand beschlossen, den Alltag einfach schöner zu machen. Überall Blumen: an Häusern, Scheunen, Brunnen, Zäunen und sogar in Innenräumen.
Die Tradition entstand früher ganz praktisch: Ruß- und Rauchspuren in den Häusern wurden mit Blumenmustern übermalt. Aus dieser einfachen Idee wurde mit der Zeit eine eigene Volkskunst, die Zalipie bis heute prägt.
Es ist kein lauter Ort und kein klassisches Spektakel. Eher ein Dorf, durch das man langsam läuft, Details entdeckt und merkt, wie viel Liebe in Handarbeit stecken kann.
Zalipie ist bunt, ruhig, speziell – und irgendwie ein schöner Gegenpol zu den schweren geschichtlichen Orten dieser Reise.
Ein Dorf voller Blumen.
Und ein bisschen Hoffnung an jeder Wand. 🤗🍀♥️
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Litauen 2026: zwischen kultur und natur
Weiter geht es nach Litauen, einem Land, das uns mit seiner einzigartigen Mischung aus reicher Kultur und faszinierender Natur verzaubert hat. Hier finden Sie unser Reisetagebuch für Litauen, inklusive Details zu unseren Wanderungen, besuchten Sehenswürdigkeiten und den besten Stellplätzen für unseren Van. Tauchen Sie ein in unsere litauischen Erlebnisse.

Lettland 2026: abschluss unserer baltikum-reise
Lettland bildet den krönenden Abschluss unserer baltischen Entdeckungsreise. In diesem Abschnitt teilen wir unsere abschliessenden Gedanken, die schönsten Routenabschnitte und die unvergesslichsten Momente, die wir in Lettland erlebt haben. Von der Ostseeküste bis zu den charmanten Städten – unser Reisetagebuch hält alle Details bereit.